Prüfungszeit: Wohin mit so viel Freude am Lernen?

January 18, 2018

Eine Prüfung hier, eine Prüfung da...

Schön wär’s! Viel mehr sind es 2 Prüfungen am Montag, 3 am Mittwoch, 2 am Donnerstag und vielleicht samstags auch noch eine zum krönenden Abschluss. Gegen Ende jeden Semesters sind die Tage und Abende verplant mit Bücherwälzen und Büffeln.

Prokrastination Deluxe lässt grüßen: den Kleiderschrank sortieren, Nagellack ausmustern, die Wände könnten auch wieder etwas Farbe vertragen und vielleicht verlangt die Staubansammlung unterm Sofa nach etwas Aufmerksamkeit. 

Egal was es ist: In der Prüfungsphase versteckt sich in jeder Ecke der Wohnung ein Abenteuer, das spannender als Kapitel Drölftausend in einem dicken BWL- oder Jus-Wälzer ist. Aber was tun gegen Konzentrationsprobleme?

 

Auf die Plätze, fertig, los: Massenpilgerung in die Bib

Frühe Morgenstunde (zumindest nach der studentischen Uhr) und eine der Eiseskälte trotzende Warteschlange vor verschlossener Tür. Werden hier neue Smartphones oder Donuts gratis verteilt? Steht Gigi Hadid in Unterwäsche rum? Dem Andrang nach könnte man meinen, hier geht etwas wahnsinnig Tolles vor sich…

Leider nein. Wir befinden uns nur in der Prüfungszeit. Mehr Informationen brauchst du nicht. Egal, ob TU oder WU, der Anblick ist der Gleiche: Unzählige lernwütige Studenten, die auf der Suche nach der ultimativen Konzentration (und vermutlich auch Motivation) ihre eigenen vier vor Ablenkung strotzenden Wände verlassen, um in die Lernoasen Wiens a. k. a. Uni-Bibliotheken zu pilgern.

 

Wir haben für dich eine kleine Liste zusammengestellt, wo sich deine Freude am Lernen vollends entfalten kann. Von den Klassikern bis zu Geheimtipps ist alles dabei!

 

 

1. Dein Brief nach Hogwarts ist da!

Lange, scheinbar endlose Reihen von Tischen und Bänken in einer großen Halle mit hohen Decken. Daran aufgereiht sitzt ein Student nach dem anderen. Leider nicht wie Ron Weasley mit „Hendlhaxen“ in linker und rechter Hand, sondern über Bücher brütend. Die Rede ist von der Haupbibliothek der Uni Wien. Hier ist das Essen zwar strikt verboten, aber so kann man sich bei schummrig dekadenter mit grünen Lämpchen verzierter Atmosphäre nicht vom Lernen abhalten. Wer auf ein wenig Drama und Imposanz steht, ist zum Lernen hier auf jeden Fall gut aufgehoben – gratis ist die Hauptbibliothek auch noch!

 

Ähnlich nobel geht es am Juridicum (Achtung Foodies: Es darf ungeschämt gefuttert und gesnackt werden!) oder am Heldenplatz in der Nationalbibliothek (die Grande Dame unter Wiens Lernoasen) zu. Solltest du beim Lernen ins Schwitzen geraten – no worries. In letzterer werden die Bücher regelmäßig mit Wasserdampf vor lernwütigen Studenten geschützt. Die Schweißperle auf deiner Stirn ist also in guter Gesellschaft!

 

2. Essen für alle Notfälle in greifbarer Nähe!

Moderne(re)s Design und helle Räume, aber mindestens genauso überfüllt, sind das Kontrastprogramm für alle, die Dumbledore keinen Besuch abstatten wollen. Im – mehr oder weniger – liebevoll genannten „Raumschiff“, der Bibliothek an der ohnehin schon spacig gestalteten WU kann nicht nur gelernt, sondern auch geschlemmt werden. 

Die Kantine der BWL-Koryphäen bietet alles was das Herz begehrt. Einzig und allein einen Platz muss man ergattern - und als Nicht-WU-Student einen Bibliotheksausweis besitzen (Meldezettel notwendig!).

 

Ähnlich geht es auch den Technikern in der TU-Bibliothek. Hier sollte man schon vor dem Öffnen der Türen vor Ort sein, um sich in der „Lernoase“ ausbreiten zu können. Kommt man zu spät – don’t worry! Der Naschmarkt, aber auch unzählige Cafés, Bars und Restaurants sind gleich um die Ecke. Die Zeit oder Lernfrustration totschlagen ist also kein Problem! ;-)

 

 

3. Klein aber Fein – oder auch nicht…

Obige 2 Kategorien sind eher etwas für die hartgesottenen Studenten, die sich gerne einen freien Platz erkämpfen und schon morgens motiviert sind, das Haus zu verlassen. Kleiner und mit weniger Andrang lässt es sich im Lesesaal des MAK (Museum für angewandte Kunst) lernen. 

Bonuspunkt: Im Sommer kann man es sich sogar im kleinen Garten gemütlich machen und vielleicht für ein Sekündchen die Seele baumeln lassen.

 

Eine Alternative dazu, jedoch weniger gemütlich, ist der AKH Lesesaal der Medizin Uni – Übermotivierte Studenten ahoi! Mucksmäuschenstill sitzen die künftigen Doktoren über ihren Wälzern. 

Die Räumlichkeiten lassen aber auch nichts Anderes zu als maximale Konzentration… vielleicht auch Frustration. Wichtig: Wie auch am Juridicum wird Stifte-fallen-lassen oder Mit-dem-Bäckersackerl-Rascheln mit verächtlichen Blicken bestraft!

 

 

4. Pssssst… top secret!

Beim vierten Wiener Bezirk denkt man vorrangig an das Botschaftsviertel und die Wirtschaftskammer. Wieden hat aber für lernwütige Studenten ein richtiges Schmankerl parat: das Cocoquadrat – Wiens erstes Coworkingcafé. Egal, ob Kaffee, Tee oder etwa heiße Schokolade, hier ist für jedermanns leibliches Wohl gesorgt, gepaart mit produktiver Lernatmosphäre und eventuell sogar ein wenig Startup-Spirit!

Arbeitsspirit bietet dir auf jeden Fall auch der Lesesaal der Arbeiterkammer Wien – ebenfalls im 4. Bezirk. Bei diesem Namen ist gar nichts anderes möglich als ein fleißiger Lernsklave zu sein. Großer Pluspunkt: Bodentiefe Fenster und eine Außenterrasse sorgen für die notwendige Motivation! Die Plätze sind jedoch sehr, sehr begrenzt…

 

 

5. F wie FIZZ-Fleiß!

In den eigenen vier Wänden zu lernen ist ein kleiner Spießrutenlauf der verlockenden Ablenkungen. Was aber, wenn das eigene Zuhause viel mehr als nur „vier Wände“ hat? 

Als Bewohner des THE FIZZ Wien hast du die Möglichkeit, das Haus nicht verlassen zu müssen, aber trotzdem nicht in deinem Apartment staubsaugen… äh lernen (!) zu müssen. Jogging Hose an, Laptop/Bücher unter den Arm geklemmt und ab ins Erdgeschoß in einen der Seminar- bzw. Lernräume. Vielleicht triffst du dort auf deine Nachbarn und ihr könnt euch mit der Aussicht auf einen Pizza- und Bierabend nach getaner Arbeit motivieren?

 

 

 Viel Erfolg bei euren Prüfungen!

 

 

Photos by: Unsplash, lesesaal.at, trendingtopics.at, Wirtschaftsuniversität Wien, Universität Wien -Thanks!

 

 

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